Opernball – Zu Besuch bei der Hautevolee

Steffi Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt Steffi sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.

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Der Fluss der Zeit

Bestsellerautor Pascal Mercier, der Meister des philosophischen Erzählens, über Loslassen, Freiheit, Erinnerung und die Erfahrung von Vergänglichkeit und ZeitDie Romane »Nachtzug nach Lissabon und »Das Gewicht der Worte verführten ein Millionenpublikum dazu, über große Themen wie Identität, Freiheit, Zeit oder den Sinn des Lebens nachzudenken. Nun ist Pascal Mercier in fünf bisher unveröffentlichten Erzählungen auch als Meister der kurzen Form zu entdecken: Kann ein Mann auf dem Höhepunkt seiner Jahre noch einmal die Zeit seines Aufbruchs ins Leben heraufbeschwören? Wann beschädigt Großzügigkeit die Würde eines Künstlers? Gibt es Emotionen, die unser Verstand nicht mehr erreicht? Noch einmal lernen wir mit Pascal Mercier unvergessliche Figuren kennen, die uns mit ihren Gefühlen und Gedanken sehr nahe kommen – und dabei unverhofft Einblicke in unser eigenes Selbst eröffnen.

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Männer machen Fehler

Ein Betrunkener wird vom Nebel verschluckt. Ein Jüngling, der den Ansprüchen des Vaters nicht genügt, sucht umsonst Trost auf einer wilden Party. Ein 50-Jähriger wird durch den Tod seines ehemaligen Lehrers aus der Bahn geworfen. Ein gelangweilter Sohn aus reichem Hause meldet sich zum Kriegsdienst. Zwei Brüder haben nur noch sich und ihre Fracks, in denen sie von einer Feier zur nächsten geraten. Und ein Künstler muss in seinem Atelier erst intensiv gesucht und dann samt seiner absonderlichen Theorien ertragen werden. Künstler, Sohn, Kavalier, Gelangweilter, Ausbrecher, Halunke – Ulrich Bechers Männer überraschen oder amüsieren in jeder der sieben Geschichten aufs Neue.

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Wenn die Sonne untergeht

Im glühend heißen Sommer 1933 spitzt sich die politische Lage in Europa zu – und die der Familie Mann: Thomas und Katia Mann und ihre sechs Kinder sind nach abenteuerlichen Fluchten im Juni in dem verträumten Hafenort Sanary am französischen Mittelmeer gestrandet. Und jetzt wissen sie alle weder vor noch zurück.

Ein Ort, eine Familie, drei Monate bei dreißig Grad – »Wenn die Sonne untergeht ist eine große Familienaufstellung: Kaum im unsicheren südfranzösischen Exil angekommen, will Thomas Mann eigentlich sofort wieder zurück in seine edle Münchner Villa. Sein Bruder Heinrich hingegen genießt die Freiheit des Südens. Dazwischen die sechs Kinder von Thomas und Katia: Der eine, Michael, spielt Tag und Nacht Geige, der zweite, Klaus, gründet eine Exil-Zeitschrift, die dritte, Elisabeth, badet und genießt die Zeit ohne Schule. Erika, die älteste, führt Regie und schmuggelt den Besitz der Manns aus München über die Grenze, Golo holt das Geld von den Konten und versorgt den vergessenen Hund. Und Monika? Sie bleibt einfach am Strand von Sanary liegen.

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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels.

Wien, Ende der Achtzigerjahre: Angelika Moser, aufgewachsen im Gemeindebau als Tochter der Hausbesorgerin, verbringt ihre Freizeit durch das Nachtleben tanzend. Gleichzeitig liebt sie ihren Job in einer für sie neuen, eleganten Welt: Als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner, das von Wiener Originalen und Gästen von überallher bevölkert wird, lässt sie sich auf zweifelhafte Zahlenspiele ein, um das Etablissement zu retten. Plötzlich mit kleinem Kind auf sich allein gestellt, nimmt Angelika den Kampf um ein gutes Leben auf und beginnt, Rechnungen zu manipulieren. Jahrzehnte vergehen – bis ihr die Zahlen um die Ohren fliegen.

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Shakespeare. Der Mann, der die Miete zahlt.

Wohl keine Schauspielerin kennt Shakespeares Dramen so gut wie Judi Dench, die seit sieben Jahrzehnten auf der Theaterbühne steht und Teil
der Royal Shakespeare Company war. Mit einem Augenzwinkern, aber auch viel Liebe zur Literatur erzählt sie ihrem Gesprächspartner Brendan O’Hea von ihren Erfahrungen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sie führt uns aber auch ein in den Zauber der shakespeareschen Welten, in die Geheimnisse der Theaterszene und nicht zuletzt die praktischen Seiten des Bühnenlebens. Ein wunderbares, ebenso lehrreiches wie amüsantes Buch, das seine Leserschaft zugleich ganz nah an eine der faszinierendsten Schauspielerinnen unserer Zeit heranlässt.

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Methusalem kauft Artischocken

Der pensionierte Grundschullehrer Enrico hat zwei Rekorde pulverisiert: Mit seinen hundertdreiunddreißig Jahren ist er der älteste Mensch auf Erden und genau darum der meistgehasste. Jede Woche bestätigt ihm seine Ärztin Maria – oder seine Paläontologin, wie er sie nennt –, dass seine Gesundheitswerte einwandfrei sind. Doch für den Rest der Welt ist Enricos Langlebigkeit eine unfassbare Ungerechtigkeit und Anmaßung. Täglich finden Demonstrationen vor seinem Haus statt. Mal versammeln sich Südkoreaner zu einem stummen Protest, mal fährt ein Team von CNN vor, mal stürmt ein fanatischer Brüller bis ins Wohnzimmer.
Und Enrico? Er ist längst zu alt, um sich Sorgen zu machen. Eunice, seine Haushälterin, kümmert sich um die Küche und alles andere, gelegentlich kommen der Urenkel Francesco oder der Hausbesitzer Pierangelini vorbei. Der freundliche Ispettore Gizzi sorgt für die Sicherheit, und wenn der neue Methusalem Lust auf Artischocken bekommt, wird er im gepanzerten Polizeiwagen zum Campo de‘ Fiori gefahren, um welche zu kaufen. Sonst sitzt er in seinem uralten Sessel, erinnert sich mit ihm zusammen an früher und lässt die Zeit vergehen, die ihm so unverdrossen Gesellschaft leistet.

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Wenn Du es heimlich machen willst musst Du die Schafe töten

Mit einem heimlich geschlachteten Schaf beginnt der Blick in die Innereien einer Familie. Hier rührt die Urgroßmutter das Blut für die Würste, der Großonkel schläft fünfzehn Jahre lang, und die Großmutter stiehlt nachts die Ziegel vom Dach. Am Ende steht die Urenkelin Alma und fügt die Einzelteile ihrer Familiengeschichte zusammen – vom kargen Alltag auf einem Bauernhof an der Nordsee über den Neuanfang nach dem Krieg bis in die Gegenwart, in der Alma das jüngste und einzig verbliebene Glied in der Kette ist. Behutsam werden die großen Linien des Lebens freigelegt: das ständige Werden und Vergehen und die Prägungen, die sich weitertragen zwischen den Generationen. Es ist eine Geschichte von bevorzugten Geschwistern, vom Scheitern am Schlaf und an der Sprache, von der Verwandlung in ein Möbel, einen Wolf, einen Zitronenbaum. Lakonisch und zugleich voll schwebender Magie erzählt sie davon, was Vorbestimmung ist und ob man ihr entkommen kann.

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Tödliches Gold

Sonnige Weinberge entlang der Donau, malerische Städtchen umgeben von duftenden Wiesen und kulinarische Köstlichkeiten – die Wachau ist ein Paradies auf Erden. Die ehemalige Polizistin Lou Conrad genießt die Schönheit ihrer Heimat, wo sie einen kleinen Feinkostladen führt. Doch dann rührt ein Mordfall die Idylle auf: Auf dem neu eingeweihten Bienen-Wanderweg wird eine junge Frau tot aufgefunden. Handelt es sich etwa um eine Touristin, die tragischerweise zur falschen Zeit am falschen Ort war? Zusammen mit ihrem Berner Sennenhund Michelin und ihrem langjährigen Freund, dem Sternekoch Fabio Gerber, begibt Lou sich auf die Suche nach Antworten …

Malerische Landschaften, köstlicher Honig und mörderische Machenschaften – ein kulinarischer Krimi vom Feinsten. Mit leckeren Rezepten im Innenteil.

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Ich fall mir selbst ins Wort

»Ich fall mir selbst ins Wort handelt von einer unglücklichen Kindheit im Zweiten Weltkrieg, vom Gefühl der Unzugehörigkeit zwischen Wien und dem Ausseerland und einer jungen Halbwaisen, die ihren Vornamen trotzig gegen ein unpersönliches »Dieda getauscht hat. Renate Welshs gleichnamiger Erfolgsroman erschien erstmals 2002 und wird in ihrem neuen Buch einer literarisch bezwingenden Revision unterzogen.

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