An der Grand Central Station setzte ich mich hin und weinte

Die Geschichte einer radikalen, ebenso ekstatischen wie zerstörerischen Liebe.
In einer Buchhandlung in London stößt Elizabeth Smart 1937 auf einen schmalen Band mit Gedichten des englischen Dichters George Barker. Sie liest und verliebt sich auf der Stelle in den Autor, ohne ihn je gesehen zu haben. Sie beschließt, ihn zu heiraten, aber er ist schon verheiratet – und bleibt es auch. Ihre Familie missbilligt die skandalöse Beziehung, doch nichts bringt sie ab von ihrer Liebe zum falschen Mann zur falschen Zeit, ein Leben lang. Ihr entspringen vier Kinder und ein Buch, 1945 erstmals erschienen, das in der feministischen Bewegung der 1960er-Jahre zum Kultbuch avancierte. Es ist das literarische Dokument einer existenziellen Erfahrung, einer ebenso ekstatischen wie zerstörerischen Liebe.

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Alles über die Liebe

Nadezda Lochvickaja alias Teffi, die »Königin des russischen Humors, wie Zeitgenossen sie nannten, öffnet in Alles über die Liebe Fenster in die Gefühlswelten der russischen Emigration im Paris der Dreißigerjahre. Mit unnachahmlicher Leichtigkeit und einem Blick, der spöttisch und mitfühlend zugleich ist, beschreibt sie die Wirren und Windungen der Liebe: Ihre Figuren lieben, täuschen, träumen, irren sich – und zeigen in jedem Missverständnis, in jedem kleinen Verrat etwas von der Entwurzelung und dem Verlust, die ihr Leben prägen. Große Liebesversprechen und unverhoffte Begegnungen, gehörnte Ehemänner und unhöfliche Gentlemen, kaltblütige Geliebte und Ehefrauen, die sich nach der Rückkehr der Nebenbuhlerin sehnen, damit sie ihnen den Gatten vom Leibe hält – sie alle bilden ein schimmerndes Kaleidoskop der Gefühle: die Sehnsucht nach Nähe und das Bedürfnis nach Freiheit, Stolz, Eitelkeit und die komischen Rituale des Begehrens.

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Mondblau

So unterschiedlich die Freundinnen sind, so unzertrennlich sind sie auch: Victoria ist für Ayla die Sonne, blond, leicht, strahlend. Aber auch Ayla möchte glänzen – mit dem Einser-Abitur, einem Jura-Studium. Doch mit 42 und der Geburt ihres vierten Kindes befindet sich Ayla nicht nur in einer beruflichen, sondern in einer existenziellen Krise. Ihre ersten drei Kinder sind blond wie ihr Mann, das Neugeborene dunkel wie sie selbst. Und Ayla empfindet es nicht als ihr eigenes, glaubt an eine Verwechslung. Ausgerechnet jetzt, wo sie ihre beste Freundin braucht wie noch nie, entgleitet ihr Victoria. Je mehr sie nach den Ursachen forscht für die zunehmende Entfremdung zwischen ihnen, umso klarer wird ihr: Sie wird hintergangen. Ayla stellt alle Gewissheiten infrage – und droht alles zu verlieren.

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Ragazze di Palermo

Vom Wert der Freundschaft – fünf Frauen, fünf Leben.Sie heißen Mariola, Cettina, Tanina, Rodi und Giusi …… und streifen durch die staubigen Straßen Palermos, hören Édith Piaf, schwärmen für Filmstars und erleben zwischen Schulglocke und Nachmittagen am Strand die erste große Liebe. Aufwachsen und Aufbruch im Sizilien der Nachkriegszeit: Wie werden sie ihr Leben gestalten? Die Jahre vergehen. Jede der fünf Freundinnen wird auf ihre Art mit den patriarchalen Strukturen der Zeit konfrontiert; einige von ihnen versuchen gesellschaftliche Zwänge zu sprengen.Mit feinem Gespür zeichnet Dacia Maraini eine sinnliche, pulsierende Stadt, eine Gesellschaft im Umbruch und feiert die Freundschaft der Frauen als solidarischen Gegenentwurf zur Enge der Zeit.Die Ragazze di Palermo wollen mehr als das Leben, das für sie vorgesehen ist.

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Die drei Farben der Liebe

Drei Frauen und der weltberühmte Maler Henri Matisse: Amélie ist die Ehefrau des Künstlers, die seit vierzig Jahren an dessen Seite lebt. Lydia ist seine Muse: eine junge russische Geflüchtete, die eines Sommers im Atelier des Malers eine Anstellung erhält und in der Folge zu seiner Geliebten wird. Und schließlich Marguerite, die Tochter, die ihren Vater zunehmend mit anderen Augen sieht …

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Mein privates Glück

Alles beginnt mit einem vierjährigen Buben aus Coburg, der nicht weiß, dass er Eltern hat – bis er eines Tages mit der Eisenbahn in Lindau ankommt. Ein fremder Mann holt ihn ab und begleitet ihn in ein Haus ans Bett einer gelähmten Frau. Er ist sein Vater, sie ist seine Mutter.Wie wird man der Mensch, der man ist? Michael Köhlmeier hat sein Lebensbuch geschrieben, den großen Roman seiner Familie. Er erzählt von den Traumata der Weltkriege, die bis in die Gegenwart nachwirken, und vom Alltag in einer erzählsüchtigen Verwandtschaft. Schonungslos ehrlich und mit der ganzen Kraft der Fiktion dringt er in die Tiefe der menschlichen Existenz. »Alles wird sich irgendwann irgendwie zurechtschütteln, darin liegt die Zuversicht meines Lebens

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1999 Meter über dem Meer

Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job.

Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht, und sie weiß noch nicht einmal, ob das schlecht ist. Jetzt hat sie knallorange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und an jedem Ort, an dem sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, nach St. Moritz in den Schweizer Hochalpen. Da kommt ein schöner Mann her, den Samara mal kennengelernt hat. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz, sehr reiche Menschen – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin.

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Fremde

An einem kühlen Märztag 2020, zu Beginn der Pandemie, verkündet Belle Burdens Ehemann ohne Vorwarnung, dass er sie verlässt. Zwanzig Jahre sind sie verheiratet. Zuvor haben sie im Ferienhaus der Familie auf Martha’s Vineyard einen ganz normalen Tag verbracht: Feuer im Kamin gemacht, Whiskey Sours getrunken, Hähnchen gegrillt. Plötzlich wird aus dem zuverlässigen Ehemann und Vater ein Mensch, den sie kaum wiedererkennt. Er verlässt ihr gemeinsames Leben wie ein Schauspieler, der sein Kostüm ablegt. Mit fünfzig bricht für Belle Burden eine Welt zusammen. Mitten im Schock und Schmerz der Trennung muss sie erfahren, wie naiv es war, ihrem Mann blind zu vertrauen. Kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Während sie auf schonungslos ehrliche Weise nach der Wahrheit sucht, erwächst in ihr eine beeindruckende innere Stärke. Aus der schüchternen, scheuen Belle, die sich in die Rolle einer traditionellen Ehefrau und Mutter wie selbstverständlich eingefunden hatte, wird eine Frau, die die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnt.

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Die Frau im Schrank

Weil er in der neuen Stadt so schnell keine Wohnung findet, zieht ein junger Schauspieler übergangsweise bei einem Freund ein. Das Zimmer ist klein, es steht lediglich ein Sofa darin. Und ein alter Schrank, dessen Tür klemmt. Doch der junge Mann hat sowieso nur Bücher dabei.

Als er sie gerade zu einem Turm stapelt, öffnet sich plötzlich die Schranktür mit einem leisen Seufzen. Es kommen allerlei Hinterlassenschaften zum Vorschein – ein altes Rezeptbuch etwa, ein angeschlagenes Teeservice, ein blaues Kleid. Und an der Innenseite der Tür hängt das Foto einer jungen Frau. Ihr Blick ist abgewandt. Und doch scheinen die junge Frau und der Schrank dem jungen Mann etwas erzählen zu wollen

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Alleinruhelage

Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.

Die nötige Hilfe ist quasi vom Himmel gefallen, Alla und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die alles können. Die Renovierungen und Rückschläge, die geplatzten Wasserleitungen und die Bosheiten der benachbarten Schrebergärtner lösen viele Erinnerungen und neue Erkenntnisse aus – und so manche Fallstricke der deutsch-deutschen Geschichte nimmt die Erzählerin womöglich genauer wahr, als Wienerin in der doppelten Fremde. Dann beschließt sie, das geliebte Haus zu verkaufen, um noch einmal aus- und aufzubrechen aus ihrer »stabilen Alleinruhelage.

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